Seit Jahren ist es für Museen geboten, ihren Bestand auf unrechtmäßige Erwerbungen von jüdischen Mitbürger:innen zwischen 1933 und 1945 zu untersuchen, mit dem Ziel, ggf. eine Rückgabe an deren Nachkommen zu ermöglichen. Ähnliches gilt auch für die Zeit der DDR und der deutschen Kolonien. Andernfalls kann die Vergabe von Fördermitteln an besagte Einrichtungen versagt werden. Die erinnerungspolitische Bedeutung der Provenienzforschung macht der Entwurf des Regierungsprogrammes der AfD vom 23. Januar 2026 deutlich, indem sie dies nicht mehr finanzieren will, sie spricht hier von einer „künstlichen Aufrechterhaltung eines Schuldgefühls.“ (S. 47) Gerade diese Formulierung zeigt, dass es hier auch um den politischen Umgang mit NS-Verfolgung, kolonialer Gewalt, Enteignung und historischer Verantwortung geht.
| Kapitel Wahlprogramm: | 3. Für beste Bildungschancen, vielfältige Kultur und starkes Ehrenamt. |
|---|---|
| Antragsteller*in: | LAG Bildung, Wissenschaft und Kultur (dort beschlossen am: 22.04.2026) |
| Status: | Geprüft |
| Verfahrensvorschlag: | Übernahme |
| Eingereicht: | 01.05.2026, 19:50 |
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