Die 15-Minuten-Forderung ist bezogen auf was? Fußweg, Radweg, ÖPNV oder Auto? Vorallem im ländlichen Raum sind die 15 Minuten ein Widerspruch zum Erhalt von Kleinst-Kitas im folgenden Absatz! Als Kuratoriumsvorsitzender einer ständig von Schließung betroffener Kleinst-Kita, weiß ich sicherlich sehr gut, wovon ich hier rede. In den meisten kleineren Einheitsgemeinden die vom Problem der Schließung von Kleinst-Kitas betroffen sind, liegt der "Kernortsteil" meist weniger als 15 Minuten Autofahrt von allen anderen Ortschaften entfernt. Die 15-Minuten-Forderung würde zu einer Konsolidierung in einer einzigen Groß-Kita führen. Das ist aber genau der falsche Weg. Kitas sind essenzieller Teil der kommunalen Infrastruktur und Keimzelle des sozialen Kitts in unseren Ortschaften, sie dürfen niemals zur Disposition stehen, wenn sich die Kommune in der Haushaltskonsolidierung nach §100 Abs 3 KVG befindet. Eine Groß-Kita wäre aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten möglicherweise sinnvoll, aber wäre ein extrem schlechtes Signal für die Attraktivität im ländlichen Raum für unsere Ortschaften! Kitas sind Infrastruktur, genauso wie Straßen. Bei Straßen würde auch niemand auf die Idee kommen diese zurückzubauen, nur weil es weniger Einwohner gibt.
Ziel muss es daher sein die bestehenden Kleinst-Kitas zu erhalten. Wo es keine Kitas gibt, nur dort soll die 15-Minuten-Regel gelten!
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Jens Kiebjieß: